Stuttgarter Lesebühne
20.02.2011 (20:00)
Theaterhaus Stuttgart
Vom Ende der Zeit
Texte von Thomas Bernhard und Paul Celan
Musik von Olivier Messiaen, Béla Bartók und Anton Webern
mit Martin Schwab, Hermann Beil und dem Merlin Ensemble Wien, Leitung: Martin Walch
Konzept und Texteinrichtung:
Till Alexander Körber und Hermann Beil
Mit freundlicher Unterstützung des Österreichischen Kulturforums
Eine literarisch-musikalische Veranstaltung der besonderen Art bietet die Akademie für gesprochenes Wort im Rahmen der 8. Wiener Woche: Dem großen österreichischen Dichter Thomas Bernhard (1931-1989) wird Paul Celan (1920-1970) gegenübergestellt. Zu hören sein werden Bernhards eindrucksvolle Gedichte „In hora mortis“ und Paul Celans nicht minder berührende Prosa „Gegenlicht“ und „Gespräch im Gebirg“. Den Rahmen für diesen außergewöhnlichen Abend bildet das von Olivier Messiaen in deutscher Kriegsgefangenschaft komponiertes Stück „Quatuor pour la fin du temps“.
Wie genial auch das – insgesamt weniger bekannte – lyrische Werk des Dramatikers Thomas Bernhard ist, welche Anziehungskraft von der Prosa des Lyrikers Paul Celan ausgeht, das zeigt dieser Abend eindrücklich. Thomas Bernhards Lyrik beschreibt das Erleben des Menschen, dem das Ende des Lebens vor Augen steht, sein Anrufen Gottes in existenzieller Not. Paul Celans Prosa gibt dem Verstummen Worte, dem Verstummen angesichts der Verlorenheit des Menschen, der sich der Grausamkeit des Menschen gewahr wird. Olivier Messiaen schließlich verleiht dem „Ende der Zeit“ selbst Ausdruck, dem Sehnen des Menschen im Angesicht des Todes, dem Drohen Gottes und seiner Barmherzigkeit. Damit spannt dieses Programm einen Bogen vom existenziellen Ende über das Ende des menschlichen Geistes bis zum kosmischen Ende in der liebenden Vereinigung mit dem Schöpfer. Eingewoben in die Texte Paul Celans erklingt Musik von Anton Webern und Béla Bartók.
Das Programm wurde konzipiert und eingerichtet von Till Alexander Körber und Hermann Beil. Die Texte werden gesprochen von Martin Schwab und Hermann Beil. Es spielt das Merlin Ensemble Wien unter der Leitung von Martin Walch.
Zu den Künstlern:
Martin Schwab, in Göppingen aufgewachsen, war an vielen bedeutenden deutschen Bühnen engagiert (u.a. in Stuttgart, Frankfurt und Bochum), ehe er 1987 Ensemblemitglied am Wiener Burgtheaters wurde. Er ist einer der vielseitigsten Schauspieler des deutschen Theaters, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde und immer wieder große Erfolge gerade auch mit Rollen in Aufführungen zeitgenössischer Werke feiert. Erinnert sei an seine eindrucksvollen Auftritte in den Inszenierungen von Claus Peymann (u.a. im Theatermacher). Bei der Akademie war er zuletzt in Berlin mit seinem eindrucksvollen Uhland-Programm zu Gast.

Martin Schwab / © Georg Soulek
Hermann Beil wurde in Wien geboren und gehört zu den profiliertesten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Theaterszene. Seit 1965 ist er als Chefdramaturg und Co-Direktor an verschiedenen Bühnen tätig – so in Basel, Stuttgart, Bochum, am Burgtheater Wien und am Berliner Ensemble. In jüngster Zeit tritt Hermann Beil vorwiegend als Regisseur und Rezitator auf. Für seine künstlerischen Leistungen wurde er vielfach ausgezeichnet. Seit Herbst 2009 ist er zudem Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.
Das Merlin Ensemble Wien wurde 1991 von Musikern des Chamber Orchestra of Europe gegründet. Die Leitung hat der Violinist Martin Walch, der Meisterkurse bei Yehundi Menuhin besuchte und Solo- und Kammerkonzerte in allen großen europäischen Konzertsälen gibt. Neben der Kammermusik entwickelt das Ensemble zusammen mit Künstlern anderer Sparten regelmäßig musikdramatische Projekte – wie z.B. mit Hermann Beil die „Geschichte vom Soldaten“ oder „Pierrot Lunaire“.
Die Aufführung „Vom Ende der Zeit“ wurde von Hermann Beil und Till Alexander Körber konzipiert und eingerichtet. Der in Tübingen geborene Till Alexander Körber ist seit vielen Jahren als Pianist und Komponist tätig; er unterrichtet u.a. an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz. Für seine Interpretationen zeitgenössischer Musik und für seine Kompositionen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Kompositionsaufträge erhielt er u.a. vom Württembergischen Staatstheater Stuttgart.
Im Rahmen der 8. Wiener Woche / In Kooperation mit dem Theaterhaus Stuttgart
Karten 16,50 € / ermäßigt 11 € im VVK, 19 € / ermäßigt 12 € an der Abendkasse / Reservierung unter 0711 / 40 20 7 -20 / -21 / -22 / -23 oder online
Vom Ende der Zeit
Texte von Thomas Bernhard und Paul Celan
Musik von Olivier Messiaen, Béla Bartók und Anton Webern
mit Martin Schwab, Hermann Beil und dem Merlin Ensemble Wien, Leitung: Martin Walch
Konzept und Texteinrichtung:
Till Alexander Körber und Hermann Beil
Mit freundlicher Unterstützung des Österreichischen Kulturforums
Eine literarisch-musikalische Veranstaltung der besonderen Art bietet die Akademie für gesprochenes Wort im Rahmen der 8. Wiener Woche: Dem großen österreichischen Dichter Thomas Bernhard (1931-1989) wird Paul Celan (1920-1970) gegenübergestellt. Zu hören sein werden Bernhards eindrucksvolle Gedichte „In hora mortis“ und Paul Celans nicht minder berührende Prosa „Gegenlicht“ und „Gespräch im Gebirg“. Den Rahmen für diesen außergewöhnlichen Abend bildet das von Olivier Messiaen in deutscher Kriegsgefangenschaft komponiertes Stück „Quatuor pour la fin du temps“.
Wie genial auch das – insgesamt weniger bekannte – lyrische Werk des Dramatikers Thomas Bernhard ist, welche Anziehungskraft von der Prosa des Lyrikers Paul Celan ausgeht, das zeigt dieser Abend eindrücklich. Thomas Bernhards Lyrik beschreibt das Erleben des Menschen, dem das Ende des Lebens vor Augen steht, sein Anrufen Gottes in existenzieller Not. Paul Celans Prosa gibt dem Verstummen Worte, dem Verstummen angesichts der Verlorenheit des Menschen, der sich der Grausamkeit des Menschen gewahr wird. Olivier Messiaen schließlich verleiht dem „Ende der Zeit“ selbst Ausdruck, dem Sehnen des Menschen im Angesicht des Todes, dem Drohen Gottes und seiner Barmherzigkeit. Damit spannt dieses Programm einen Bogen vom existenziellen Ende über das Ende des menschlichen Geistes bis zum kosmischen Ende in der liebenden Vereinigung mit dem Schöpfer. Eingewoben in die Texte Paul Celans erklingt Musik von Anton Webern und Béla Bartók.
Das Programm wurde konzipiert und eingerichtet von Till Alexander Körber und Hermann Beil. Die Texte werden gesprochen von Martin Schwab und Hermann Beil. Es spielt das Merlin Ensemble Wien unter der Leitung von Martin Walch.
Zu den Künstlern:
Martin Schwab, in Göppingen aufgewachsen, war an vielen bedeutenden deutschen Bühnen engagiert (u.a. in Stuttgart, Frankfurt und Bochum), ehe er 1987 Ensemblemitglied am Wiener Burgtheaters wurde. Er ist einer der vielseitigsten Schauspieler des deutschen Theaters, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde und immer wieder große Erfolge gerade auch mit Rollen in Aufführungen zeitgenössischer Werke feiert. Erinnert sei an seine eindrucksvollen Auftritte in den Inszenierungen von Claus Peymann (u.a. im Theatermacher). Bei der Akademie war er zuletzt in Berlin mit seinem eindrucksvollen Uhland-Programm zu Gast.

Martin Schwab / © Georg Soulek
Hermann Beil wurde in Wien geboren und gehört zu den profiliertesten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Theaterszene. Seit 1965 ist er als Chefdramaturg und Co-Direktor an verschiedenen Bühnen tätig – so in Basel, Stuttgart, Bochum, am Burgtheater Wien und am Berliner Ensemble. In jüngster Zeit tritt Hermann Beil vorwiegend als Regisseur und Rezitator auf. Für seine künstlerischen Leistungen wurde er vielfach ausgezeichnet. Seit Herbst 2009 ist er zudem Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.
Das Merlin Ensemble Wien wurde 1991 von Musikern des Chamber Orchestra of Europe gegründet. Die Leitung hat der Violinist Martin Walch, der Meisterkurse bei Yehundi Menuhin besuchte und Solo- und Kammerkonzerte in allen großen europäischen Konzertsälen gibt. Neben der Kammermusik entwickelt das Ensemble zusammen mit Künstlern anderer Sparten regelmäßig musikdramatische Projekte – wie z.B. mit Hermann Beil die „Geschichte vom Soldaten“ oder „Pierrot Lunaire“.
Die Aufführung „Vom Ende der Zeit“ wurde von Hermann Beil und Till Alexander Körber konzipiert und eingerichtet. Der in Tübingen geborene Till Alexander Körber ist seit vielen Jahren als Pianist und Komponist tätig; er unterrichtet u.a. an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz. Für seine Interpretationen zeitgenössischer Musik und für seine Kompositionen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Kompositionsaufträge erhielt er u.a. vom Württembergischen Staatstheater Stuttgart.
Im Rahmen der 8. Wiener Woche / In Kooperation mit dem Theaterhaus Stuttgart
Karten 16,50 € / ermäßigt 11 € im VVK, 19 € / ermäßigt 12 € an der Abendkasse / Reservierung unter 0711 / 40 20 7 -20 / -21 / -22 / -23 oder online