Bernhard und der Schmerz der Welt
Thomas Bernhard kommt schnell zur Sache: Den Schmerz der Welt, der auf ihm laste, könne er nicht mehr ertragen, der Tag der Schande komme. In dem in den 1950er Jahre erschienenen Gedichtband "In hora mortis" ist Bernhard noch nicht der Zyniker und Grantler.
Der Dramaturg Hermann Beil, langjähriger Wegbegleiter von Claus Peymann schon zu dessen Stuttgarter Zeiten, kennt diesen Autor natürlich in- und auswendig, verstand es deshalb auch am besten, am Sonntagabend im Theaterhaus im quasi ausverkauften Saal drei die entsprechenden Passagen auszuwählen und zu betonen. Die Kenner ahnen es schon: Die Stuttgarter Lesebühne der Akademie für gesprochenes Wort war mal wieder aktiv.
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