Das gesprochene Wort in der Presse

Hier finden Sie aktuelle Pressestimmen über die Akademie.

„Ich bin ein knapper Mensch“

Ein schwüler Tag ist das gewesen. Jetzt kommen Wind und Regen, der Lindenbaum im Garten biegt sich. Man kann das Blätterrauschen im Konversationsraum in der Akademie für gesprochenes Wort sehen und hören. Vermutlich hätte Walter Kappacher nichts dagegen, nur dem Rauschen zuzuhören. Selbst in Büchern über Rennwagen („Silberpfeile“) hören Kritiker vor allem die Stille. „Ich bin ein knapper Mensch“, sagt Walter Kappacher und auch, dass er oft gern wie Melvilles Bartleby gesagt hätte: „Ich würde lieber nicht.“ Umso mehr ist Moderator Joachim Kalka zu preisen, der den 1958 in Salzburg geborenen Autor am Dienstag zum Plaudern bringt. Kalka lobt Fotografien Kappachers an den Wänden, einige davon sind in „Marilyn Monroe liest Ulysses“ im Verlag Keicher erschienen.

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Schwanger nach unwissenschaftlicher Empfängnis

Der Fall ereignete sich in M., einer Stadt in Italien. Hauptperson ist die Tochter der Frau von G. und des Herrn Kommandanten von G. In den Fall verwickelt: der Obrist Graf F. Die Dame selbst aber hat Heinrich von Kleist in seiner Erzählung „Marquise von O.“ genannt – und dieses „O“ hat unzählige Interpreten und Wissenschaftler beflügelt. Denn in dem „O“ scheint sich das Schicksal der Marquise zu verdichten. Sie stellt bei sich eine „unwissentliche Empfängnis“ fest, ist grad wie Jungfrau Maria „in gesegneten Leibesumständen“. All das scheint in dem „O“ zu stecken: das verzweifelte Stöhnen der keuschen Witwe. Das Symbol des Weiblichen. Und die vielsagende Leerstelle: Erzeuger unbekannt.

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Bernhard und der Schmerz der Welt

Thomas Bernhard kommt schnell zur Sache: Den Schmerz der Welt, der auf ihm laste, könne er nicht mehr ertragen, der Tag der Schande komme. In dem in den 1950er Jahre erschienenen Gedichtband "In hora mortis" ist Bernhard noch nicht der Zyniker und Grantler.
Der Dramaturg Hermann Beil, langjähriger Wegbegleiter von Claus Peymann schon zu dessen Stuttgarter Zeiten, kennt diesen Autor natürlich in- und auswendig, verstand es deshalb auch am besten, am Sonntagabend im Theaterhaus im quasi ausverkauften Saal drei die entsprechenden Passagen auszuwählen und zu betonen. Die Kenner ahnen es schon: Die Stuttgarter Lesebühne der Akademie für gesprochenes Wort war mal wieder aktiv.

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Wiener Gruftluft in Stuttgart

"Vom Ende der Zeit", so lautet der Titel des Abends. Reiner Frohsinn ist also keineswegs versprochen. Die Stimmung ist sodann auch von jener kulturell gedämpften Aufmerksamkeit, die der Ernst des Lebens von den rund 280 verlangt, die sich in vorwiegend dunklem Aufzug und mit avancierter Bildung in das ausverkaufte Theaterhaus gesetzt haben. Texte von Thomas Bernhard und Paul Celan, Musik von Olivier Messiaen, Bela Bartók und Anton Webern sind für diese Veranstaltung der „Wiener Woche“ angekündigt.

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Ulrich Matthes lies Richard Ford

Ulrich Matthes gilt als einer der besten deutschen Schauspieler unserer Tage. Auf Einladung der Akademie für gesprochenes Wort las er nun im Theaterhaus aus den ersten zwei Teilen von Richard Fords Frank-Bascombe-Trilogie "Der Sportreporter" und "Unabhängigkeitstag". Die Ich-Form der Romane erlaubt Matthes, in die Rolle des Protagonisten zu schlüpfen, der sich vom Kurzgeschichtenautor über den Sportreporter zu einem Immobilienmakler gewandelt hat. Er spricht mit einer angenehmen Baritonstimme, ohne übertriebene Akzente, im Konversationston. Eine Andeutung eines minimalen S-Fehlers verleiht der Rede etwas Flüchtiges. Es unterscheidet sie wohltuend von der aufdringlichen Bedeutungssuggestion, die Überartikulation – etwa im Radio – in sich trägt.

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Oberndorf - Zum Geburtstag gibt's fleischgewordene Wörter

»Verbo incarnato« setzt ein Schriftzug hoch über den Geburtstagsgästen des Schwarzwälder Boten an, aufgemalt auf die Decke der Oberndorfer Klosterkirche. Fleischgewordenes Wort. Wie passend, mag sich mancher Gast denken. Denn aus dem Altarbereich trommelt das Ensemble der Akademie für gesprochenes Wort mit eben solchen auf die Ohren der Festgesellschaft ein. Wie fleischgewordene Wörter eben.

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Pressespiegel Lesebühne 2009/2010

Hier finden die Lesebühne-Veranstaltungen der Jubiläumssaison 2009/2010, u.a. mit Hermann Beil, Peter Fitz und Therese Affolter, im Rückblick.

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Berauschtes Lauschen

Pastiors sprachspielerische Gedichte sind keine Leselyrik. Ihr Sinn oder Unsinn erfüllt sich erst im Vortrag (...) Das ist Lyrik wie geschaffen für das Sprecherensemble der Akademie für gesprochenes Wort, das sich im Stuttgarter Kunstmuseum dem Werk Pastiors näherte.

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"Die Zeit fährt Auto" im Autohaus

"Die Zeit fährt Auto" - so lautete der Titel eines literarisch-musikalischen Abends im Rahmen der Donzdorfer Kammermusikreihe, der vom Sprecherensemble der Akademie für gesprochenes Wort in Stuttgart gestaltet wurde.

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Literarischer Kuss für die Welt

Mit dem Programm »Diesen Kuss der ganzen Welt« bot das Sprecherensemble der Akademie für gesprochenes Wort ein unterhaltsames, literarisches Programm zum Schillerjahr.

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Schiller wie er schmatzt und furzt

Bewegungsfreudig sind (...) gesprochene Worte. Lebendig, verformbar, verspielt. Das Sprecherensemble der Akademie für gesprochenes Wort in Stuttgart führte das eindrucksvoll vor.

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Poetische Prosa

Rote Lippen, rote Krawatte, roter Pulli, roter Ledergürtel, ein rotes Einstecktuch: Das sind die wenigen Accessoires, welche die fünf jungen Damen und Herren der Akademie für gesprochenes Wort für ihren literarischen Abend im Stuttgarter Kunstmuseum benötigen.

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Interessante Exerzitien mit Friedrich Schiller

"Diesen Kuss der ganzen Welt. 6 Exerzitien mit Friedrich Schiller" lautete der Titel. Spielerisch und flott "exerzierte" das Sprecherensemble der Stuttgarter Akademie für gesprochenes Wort auf dem weiten Feld des Schiller’schen Werks.

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