Mittwoch , 25. April 2018 | 19h30, Akademie für gesprochenes Wort

Hyperion oder Der Eremit in Griechenland – Ein Abend zu Friedrich Hölderlin in seinem 175. Todesjahr

Dr. Guntram Zürn

Es gibt ein Vergessen alles Daseins, ein Verstummen unseres Wesens, wo uns ist, als hätten wir alles gefunden. (Hyperion)

Im Mittelpunkt des LiteraturGesprächs über Werk und Leben Friedrich Hölderlins (1770–1843) steht sein lyrischer Roman ›Hölderlin oder Der Eremit von Griechenland‹ (1797–99). Hölderlin beginnt mit der Arbeit am ›Hyperion‹ bereits als Student am Tübinger Stift 1792. Er schreibt wichtige Passagen in Jena unter dem Einfluss von Fichtes Philosophie, in Schillers Zeitschrift ›Thalia‹ kann er eines seiner berühmten Fragmente unterbringen. Während seiner Frankfurter Hauslehrertätigkeit bei ›seiner Diotima‹, Susette Gontard, erfährt der Roman eine entscheidende Wendung. Der zweite Band wird dann bereits von Johann Friedrich Cotta verlegt. Den ersten Homburger Aufenthalt nutzt Hölderlin schließlich, um sich als freier Schriftsteller zu etablieren.
Der ›Hyperion‹ begleitet den Studenten und Hauslehrer auf den intensivsten und produktivsten Stationen seiner Vita. Im Roman kreuzen sich wichtige Motive von Hölderlins gesamtem Schaffen: Freiheit, Liebe, Einheit, Freundschaft und nicht zu vergessen Gott und Antike. Gemeinsam versuchen wir, diese Motive im Literaturgespräch herauszuarbeiten und in Beziehung zu setzen.

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